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Geschichtliches zur

Pfarrgemeinde Stadl-Paura 

 

 

   

                      

Bis 1945 gab es in dieser Gemeinde nur einige wenige evangelische Familien. Erst der Zweite Weltkrieg und seine Folgen, einerseits die Fluktuation zwischen Deutschland und Österreich, andererseits der große Zuzug Heimatvertriebener aus den Randgebieten der ehemaligen Donaumonarchie bewirkten eine sprunghafte Vervielfachung der Zahl evangelischer Einwohner von Stadl-Paura und Umgebung.

Es fanden sich bald auch Männer, die sich um die Erfassung der verstreuten Evangelischen und ihre Sammlung zu einer Gemeinde und um die Schaffung räumlicher Versammlungsmöglichkeiten zum Gottesdienst bemühten und Pionierarbeit leisteten.

Es waren dies zunächst: Pfarrer Michael Walter, Presbyter Friedrich Hauch und Ehrenkurator Adam Erhard.
In späterer Folge traten hinzu: Notar i. R. Martin Gaber, Kurator Medizinalrat Dr. Walter Pascher und Amtsrat des Gemeindedienstes Fritz Urbanek.

 

 

Treulich unterstützt und beraten wurden diese Männer von der Pfarrgemeinde Wels, vor allem von dem unvergessenen Pfarrer Julius Leibfritz, seinem Nachfolger, Pfarrer Werner Wesenick, und von Kurator Dr. Gerhard Eder.

Eine unschätzbar wertvolle Hilfe waren der werdenden Gemeinde auch die Gemeindeschwestern Fritzi Dolch und Wilma Ziermann, die hier vier bzw. elf Jahre aufopfernde Arbeit leisteten. So entstand zunächst von Wels aus die Predigtstation Stadl-Paura. Für die Gottesdienste stand den beiden Konfessionen im sogenannten Muna-Lager ein Barackenraum zur Verfügung.

1960 erwarb die Pfarrgemeinde Wels in Stadl-Paura, Maximilian Paglstraße 24, ein Wohnhaus, das heutige Pfarrhaus in der heutigen Kirchengasse 1. Im Erdgeschoß dieses Hauses wurde ein über das Eck gehender Betsaal eingerichtet. Am 1. Adventsonntag 1961 konnte Superintendent Mensing Braun diesen Raum einweihen.

1964 wurde Stadl-Paura Tochtergemeinde und 1970 selbständige Evangelische Pfarrgemeinde A. B., der sich Vorchdorf als Tochtergemeinde anschloß und deren erster Pfarrer Bernd Ackermann war.

Der Pfarrsprengel der Muttergemeinde umfaßt die politischen Gemeinden Bachmanning, Bad Wimsbach-Neydharting, Eberstalzell, Edt bei Lambach, Fischlham, Lambach, Neukirchen bei Lambach, Offenhausen, Pennewang, Roitham, Stadl-Paura und Steinerkirchen an der Traun. Auf diesem Gebiet mit 21.700 Einwohnern leben verstreut 800 Evangelische, das sind knapp 3,7 Prozent aller Einwohner. Der evangelischen Pfarrgemeinde stehen zwölf römisch-katholische Pfarrgemeinden gegenüber.

 

    

Pfarrer Bernd Ackermann   

Vordringliche Sorge und Gegenstand vieler Beratungen und Planungen der jungen Gemeinde war der Bau einer Kirche. Zunächst gelangte die Gemeinde nur an eine Dr.-Böhm-Orgel in Bausätzen, deren Zusammenbau Schatzmeister Ing. Erwin Gasser und Pfarrer Bernd Ackermann besorgten. Am 26. Jänner 1974 konnte Senior Pfarrer Wilhelm Müller die neue Orgel weihen.

Im Herbst 1973 kam überraschend ein Angebot der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Gemeinde eine in Aachen stehende, versetzbare Kleinkirche zu schenken, wobei Stadl-Paura selbst für Abbruch, Transport und Wiederaufbau aufzukommen hätte. Das Angebot wurde dankbar angenommen. Im März 1974 erfolgte der Abbau, die Verladung und der Transport der Kirche nach Stadl-Paura.

Bereits im Februar 1974 hatte man mit den Erdarbeiten begonnen und am 7. April fand die Grundsteinlegung statt. Der Grundstein, ein rotbrauner Marmorblock, stammt aus dem romanischen Gemäuer des Benediktinerstiftes Lambach und war vom Stift als Symbol des gemeinsamen Glaubens an den dreieinigen Gott gespendet worden.

 

Pfarrer

Horst Oberleitner

 

Die Kirche wurde Trinitatiskirche genannt und in ihr fanden bereits im Frühsommer 1974 erste Amtshandlungen statt. Die offizielle Einweihung nahm am 1. Adventsonntag Superintendent Dr. Temmel vor. Ende August 1975 verließ Pfarrer Ackermann Stadl-Paura, um die Pfarrgemeinde Schwanenstadt zu übernehmen.

Die Pfarrstelle StadlPaura blieb zunächst vakant und wurde von Pfarrer Hans-Reinhard Dopplinger, Wels, administriert.

 

 

Pfarrer Hans-Reinhard Dopplinger

 

Am 27. März 1977 übernahm schlließlich Pfarrer Horst Oberleitner aus Vorchdorf als neuer Pfarrer das Amt als Pfarrer der evangelischen Pfarrgemeinde Stadl-Paura/Vorchdorf. Pfarrer Oberleitner wurde durch Superintendent Dr. Leopold Temme aus Platzgründen im Saal des Voldsheims Stadl-Paura in sein Amt eingeführt.

Über 21 Jahre hinweg begleitete Pfarrer Horst Oberleitner unsere Gemeinde als Pfarrer, bis er am 16. August 1998 schließlich in den wohlverdienten Ruhestand ging. Nach Nach seinem Ruhestand hat Pfarrer Oberleitner auch weiterhin am Gemeindeleben teilgenommen und ist immer für verschiedenste Aufgaben in der Gemeinde zur Verfügung gestanden.

 

Pfarrer Mag. Gustav Klosius

 

Nach dem Ruhestand von Pfarrer Oberleitner kommt es zu einer Pfarrerwahl durch die gesamte Gemeinde. Zur Auswahl standen Pfarrer Gerhard Grosse (Wallern) und Pfarrer Gustav Klosius (Oberwart im Burgenland). Mit überwältigender Mehrheit wurde Pfarrer Klosius als neuer Pfarrer unserer Pfarrgemeinde gewählt.

Am 3. September 1998 übersiedlete Pfarrer Mag. Gustav Klosius mit seiner Frau Jutta, sie ist ausgebildete Religionslehrerin und Gemeindepädagogin und seinen Kindern Bernd, Hella und Maria ins Pfarrhaus Stadl-Paura.

Am 8.  November 1998 wird in einer feierlichen Zeremonie Pfarrer Horst Oberleitner in seinem wohlverdienten Ruhestand verabschiedet und Pfarrer Gustav Klosius in sein neues Amt eingeführt. Die Veranstaltung mit Begleitung durch Superintendent Hansjörg Eichmayer fand im vollbesetzten Saal des Volksheimes Stadl-Paura statt.

Am 25. Juni 1999 feiert die Pfarrgemeinde das Jubiläum "25 Jahre Trinitatiskirche" mit einem anschließenden Gemeindefest.

 

Chronologischer Überblick:

  1945     Pfarrer Michael Walter            Heimatvertriebene aus dem zweiten Weltkrieg siedeln sich in Stadl-Paura, Vorchdorf und den umliegenden Gemeinden an.
  1960         Das heutige Pfarrhaus wird erworben. Der Gottesdienst findet im Erdgeschoß in dem über ein Eck gehenden Betsaal statt.
  1964         Stadl-Paura wird Tochtergemeinde der Pfarrgemeinde Wels
  1970     Pfarrer Bernd Ackermann   Stadl-Paura wird selbstständige Pfarrgemeinde mit der Tochtergemeinde Vorchdorf
  1974     Amtstätigkeiten durch Pfarrer Dopplinger   Einweihung der Trinitatiskirche, Pfarrer Ackermann verläßt die Pfarrgemeinde
  1977     Pfarrer Horst Oberleitner   Pfarrer Horst Oberleitner wird in sein Amt eingeführt
  1998     Pfarrer Mag. Gustav Klosius   Pfarrer Oberleitner geht in den Ruhestand, Pfarrer Mag. Klosius wird als neuer Pfarrer in sein Amt eingeführt.
  1999         Jubiläum "25 Jahre Trinitatiskirche"
  2012         Der Vertrag mit Pfarrer Klosius endet und die Gemeinde bleibt vacant.
  2013     Pfarrer Mag. Martin Eickhoff   Pfarrer Mag. Martin Eickhoff übernimmt mit 1. September die Amtstätigkeiten der Pfarrgemeinde Stadl-Paura/Vorchdorf

 

Pfarrer der Pfarrgemeinde:

1945      Pfarrer Michael Walter
1970 bis 1974   Pfarrer Bernd Ackermann
1974 bis 1977   Pfarrer Hans-Reinhard Dopplinger aus Wels administriert die Pfarrstelle
1977 bis 1998   Pfarrer Horst Oberleitner
1998 bis 2012   Pfarrer Mag. Gustav Klosius
2012 bis 2013  

Pfarrer Bernhard Peterson aus Wels administriert die Pfarrstelle Stadl-Paura

2013   Pfarrer Mag. Martin Eichhoff
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